geschrieben von Uli Meier

Jetzt hat es uns auch in der Bezirksoberliga zum ersten Mal erwischt: Beim Tabellendritten vom Nordwestrand des Harzes gab es für uns nach gutem Start nichts zu holen und wir verloren letztendlich verdient mit 5:9.

Leider konnten wir das weiterhin krankheitsbedingte Fehlen von Jens in diesem Spiel nicht kompensieren. 

Im mit 30 Zuschauern gut gefüllten Dorfgemeinschaftshaus, darunter einige Fans aus Berkum (Danke!), waren die Gastgeber von Anfang an hochmotiviert und wollten uns unbedingt die erste Niederlage beibringen.

Nach zwei überzeugenden Siegen in den Doppeln von Jan/Uli und  Beni/Fabian nahm das Spiel eine Wendung zugunsten der Gastgeber. Sowohl Uli als auch Sascha konnten ihren Gegnern in den entscheidenden Phasen nicht genügend Paroli bieten und unterlagen beide knapp.

Jan gelang mit einer starken Vorstellung gegen Göbel zwar noch einmal der Ausgleich zum 3:3, die anschließenden Niederlagen von Beni, Fabian und Ersatzmann Chris brachten die Kirchberger aber auf die Siegerstraße.

Mit 3:6 ging es somit in den zweiten Einzeldurchgang und es gelang uns an diesem Abend nicht mehr, das Ruder herum zu reissen. Zwei deutlichen Siegen von Uli und Jan standen 3 weitere Niederlagen gegenüber, so dass wir mit einer 5:9 Schlappe den Heimweg antreten mussten.

Bei weiterhin 5 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten ist dies allerdings (noch) kein Beinbruch. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob es im Aufstiegsrennen in Richtung Landesliga nochmal eng wird.

geschrieben von Uli Meier:

Zu einer klaren Angelegenheit wurde unser Punktspiel gegen den abstiegsbedrohten MTV Groß Lafferde. Beide Mannschaften konnten das Derby dabei nicht in Bestbesetzung bestreiten, da auf Lafferder Seite der Routinier Bernd Sonnenberg und bei uns Jens Aschemann krankheitsbedingt ausfiel. 

Nach einem 2:1 in den Doppeln und einem klaren 3:0 von Uli entwickelten sich die beiden folgenden Partien zu knappen 5-Satz-Entscheidungen.

Dabei konnte Sascha eine 2:0-Satzführung nicht nach Hause bringen und unterlag dem gut aufgelegten Volker Burgdorf. Noch enger war die Partie zwischen Jan und Christian Samborski, welche unser neues 5-Satz-Monster mit 11:9 im Entscheidungsdurchgang gewann.

In den weiteren Spielen mussten wir dann allerdings nur noch zwei Sätze abgeben und gewannen nach zwei Stunden Spielzeit eindeutig mit 9:2.

 

BSC Acosta Braunschweig – TTC 3:9

Die Ausgangslage war klar: Ein Punkte würde uns zur Herbstmeisterschaft reichen. Aber natürlich waren wir nach Braunschweig gereist, um unsere weiße Weste zu behalten... und es gelang.

Wie erwartet wurden wir vom Bezirksliga-Mitaufsteiger herzlich empfangen und verlebten ein schönes Punktspiel in gewohnt freundschaftlicher Braunschweiger Atmosphäre. Auch wir hatten im Vorfeld hierfür unsere Hausaufgaben gemacht, damit nichts schief gehen und etwas auf die Stimmung drücken konnte. Vor allem die von Uli in der vorherigen Trainingswoche eingelegten Extra-Schichten mit der Überschrift „Training von unverdeckten Rückhand-Aufschlägen“ trug Früchte.

Im Anfangsdoppel schafften es Asche und Sascha in drei Sätzen jeweils nicht, ihre teilweise komfortable Führung ins Ziel zu retten und unterlagen dem Acosta-Spitzendoppel Bosse/Haberstumpf mit 0:3. Uli/Jan machten mit Daniel/Schäfer ebenso kurzen Prozess wie Benni/Fabi gegen Schimmelpfennig/Papendiek – jeweils 3:0 für den TTC.

Auch der Einzeldurchgang begann furios und wir konnten mit vier teilweise schnellen Siegen den Grundstein  legen. Sascha bezwang Dirk Bosse in vier Sätzen und Uli ließ Haberstumpf drei Sätze keine großen Hoffnungen.

Benni brauchte etwas, um sich an das spinreiche Spiel von Daniel zu gewöhnen. Nach verlorenem ersten Durchgang übernahm er selbst die Initiative und fuhr noch einen sicheren Viersatzsieg ein. Das Jan nicht umsonst auf dem Treppchen im mittleren Paarkreuz steht, musste sein Gegner Schäfer neidlos anerkennen. Zwar spielte dieser nicht schlecht, aber „Bum-Bum Fichtner“ schoss eiskalt aus allen Lagen zurück.„Diese 6:1 Führung war die halbe Miete“ stellte Jan fest.

„Er ist doch noch ein Mensch und er kann doch noch ein Einzel verlieren“. Diese Erkenntnis gewannen wir über Asche nach seinem sehenswerten Match gegen Abwehr-Ass Jörg Schimmelpfennig. Mit 9:11 unterlag der TTC-Riese im fünften Satz und musste somit die erste und bisher einzige Einzelniederlage in der Saison hinnehmen. „Im Entscheidungssatz liege ich mit 5:1 vorne, das muss ich nach Hause schaukeln“ zeigte sich unser Vize-Oldie selbstkritisch.

Den alten Abstand stellte Fabian mit seinem Dreisatzerfolg über Papendiek dar. Glück hatte er in einigen Situationen, wo sein Gegner nur die Schlägerkante traf und somit eine engere Partie den Zuschauern erspart blieb... äh, ich meine... leider nicht vergönnt war. - 7:2 zur Pause

Uli baute seine makellose Bilanz aus und blieb auch im dritten Match in seiner Karriere gegen Bosse ohne Satzverlust. Sascha konnte dagegen seine Form aus dem ersten Einzel nicht noch einmal an den Tisch bringen und unterlag Haberstumpf mit 1:3.

Mit Nerven aus Stahl gewann Jan seine ersten beiden Sätze jeweils mit 12:10 gegen Daniel und legte den Grundstein für seinen 3:1 Erfolg, der den Gesamtsieg bedeutete.

Mit einer 5 Minuten Dusche und ohne das sonst übliche Bierchen mit den Gegnern feierten wir unsere Herbstmeisterschaft!

 

TTC – MTV Othfresen 9:1

„Diese Partie ist schnell erzählt, sie geht einfach unter 9 zu Henke in die Geschichtsbücher ein“ bilanzierte der Capitano.

Der Tabellenfünfte aus Othfresen trat mit seinem besten Team an und konnte schließlich nur einen Zähler mit nach Hause nehmen.

„Endlich haben wir mal wieder beide in einem Doppel gut gespielt und konnten ein Doppel 1 schlagen“ war Asche nach dem Fünfsatzsieg an der Seite von Sascha gegen Fuchs/Hübel zufrieden. Die Bank von England, in Person auch Meier/Fichtner genannt, gewann genauso sicher wie Benni/Fabi mit 3:0.

Uli hatte nur im ersten Satz leichte Schwierigkeiten sich auf den Kurznoppen-Belag von Hübel einzustellen und siegte mit 3:1. Sascha hielt das Spiel gegen die gegnerische Nummer 1 Fuchs lange offen, bis ihm im vierten Durchgang beim Stand von 6:6 einige leichte Flüchtigkeitsfehler unterliefen, die das Match zugunsten seines Gegners entschieden. „Er hat verdienst gewonnen“ gab der Kapitän zu.

Nach einer anscheinend beruhigenden 2:0 Satzführung kam Jan's Gegner Weimann mit starken Rückhand-Schüssen zurück ins Match und zwang die Berkumer Nummer drei doch in den Entscheidungssatz. Mit lautstarken Anfeuerungsrufen, einer kleinen taktischen Veränderung und seiner zuverlässigen Vorhand-Peitsche kämpfe sich Jani schließlich zu einem 11:7-Sieg.

Benni hatte diesmal eines der leichteren Partien erwischt und bezwang Hagemeier klar in drei Sätzen.

Mit sehenswerter Halbdistanz-Abwehr (ohne Noppe) und gefährlichen Rückhand-Schüssen versuchte Fellmann unserem Fabi das Leben schwer zu machen. Viele schöne und lange Ballwechseln gab es für die TTC-Fans zu bestaunen und auch Fabian hatte seinen Spaß „das Spiel hätte ich gerne noch drei Sätze weiter gespielt, das hat richtig Laune gemacht“. Doch nach einem 11:9 im vierten Satz war leider schon alles vorbei...

Da war er wieder, der gefürchtete Aschemann-Rückhand-Pressblock! Immer wieder verzweifelte Acar an dieser Waffe unserer Nummer 6 und holte sich eine schnelle 0:3-Packung ab.

Beim Stand von 8:1 hatte Uli die Chance gegen Fuchs alles klar zu machen. Der Othfreser (ich hoffe das schreibt man so!?!) zeigte sich mit seiner knallharten Vorhand als harter Widersacher und verlangte Uli alles ab. Beide Akteure schenkten sich nichts und puschten sich im fünften Satz zur Bestform. Uli gelangen im entscheidenden Moment die Big-Points die seinen Gegner verzweifeln ließen. „Das war ein tolles Match“ fand auch schließlich unser Bayer, der eine geniale Hinrunde für beendet erklärte!

Mit einer überragenden Hinrunde mit 20:0 Punkten und einem Spielverhältnis von +63 (der Zweitplatzierte Wolfenbüttel liegt bei 16:4 und + 26) war der Aufsteiger TTC Berkum der absolute Überflieger der Bezirksoberliga-Hinserie!

Wir werden „hart“ dafür arbeiten, dass unsere weiße Weste noch lange besteht. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an unsere treuen Fans und unsere Ergänzungsspieler aus der Zweiten die genauso großen Anteil am Erfolg haben!!!
DANKE und eine schöne Winter-/Weihnachtspause... wünsche die Erste als ERSTER!

Die vierwöchige Punktspielpause war der Ersten von Beginn an anzumerken. Die Ölsburger traten im Derby ohne ihre Nummer vier Marcus Döring an, der kurz zuvor zum dritten Mal Vater geworden war. Zudem wurde der verletzte Oliver Mai an Position fünf aufgeboten, der seine Spiele (Doppel und beide Einzel) aber kampflos abgab.

„Nachdem wir die Aufstellung der Gastgeber gesehen hatten, war wohl auch die letzte nötige Anspannung erstmal weg“ stellte Sascha fest, „was Ölsburg in den Doppeln bitter bestrafte“.

Zusammen mit Asche unterlag der Capitano mit 1:3 gegen das gegnerische obere Paarkreuz Rook/Pätz. „Da wäre in Normalform deutlich mehr drin gewesen“ zeigte Jens sich selbstkritisch. Während Uli und Jan sich schonen konnten (Mai/Lages gaben kampflos ab), mussten Benni und Fabi eine sehr überraschende 0:3 Packung gegen Apel/Sperling hinnehmen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal ein schlechteres Doppel gespielt haben“ schwelgte Benni anschließend in Erinnerungen.

Spätestens jetzt war es höchste Zeit für den Tabellenführer diese Aufgabe am Sonntag Morgen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. 

Doch ein neuer Gegner betrat zu diesem Zeitpunkt die Halle... die Mittagssonne hielt Einzug und bereitete den Akteuren auf der „Sonnenseite“ des vorderen Tisches große Probleme. Im ersten Match zwischen Rook und Sascha merkte man, dass der Spieler auf der Schattenseite einen deutlichen Vorteil hatte, während der Andere ein Luftloch nach dem nächsten schlug.

Die Berkumer Nummer zwei kämpfte sich nach einem 0:2 Satzrückstand zurück und hatte seinen Gegner auf im Fünften Satz sicher im Griff... zumindest bis zur 10:6 Führung. Sascha vergab in der Folge fünf Matchbälle und musste schließlich dem aktuell besten Spieler der BOL zum 14:16 gratulieren. „Das ist natürlich sehr bitter, allerdings hat er die Matchbälle auch hervorragend abgewehrt und ich war dann etwas zu passiv“ war Sascha verärgert. Nun stand es sogar 1:3 aus unserer Sicht...

Uli merkte man in seiner Partie gegen Pätz an, dass er sich von der Lehrstunde durch Jan im Training im einwöchigen Türkei-Trainingslager gut erholt hatte und fuhr einen sicheren 3:1 Sieg ein. „Das risikoreiche Spiel von Pätz kam mir entgegen“ sagte unser Golf-Pro und beobachtete anschließend von der Bank zwei sichere 3:1 Erfolge von Jan über Apel und Benni über Lages. 

Da Asche noch zu einer Familienfeier musste, zog er sein Spiel gegen Ersatzmann Sperling vor. Der 3:1-Sieg wird sich aber in keinem Archiv mehr finden lassen, da wir die Begegnung vorher entscheiden sollten (dieses Match hätte erst beim Spielstand von 6:8 gezählt).

Direkt im Anschluss musste Fabi dann im Vögel-Duell (bitte nicht falsch verstehen!) „Spatz gegen Sperling“ an den Tisch. Der Ölsburger zeigte keine Konditions-Probleme, sondern setze seinen Kontrahenten im Linkshänder-Duell mit seinen Spinbällen immer wieder unter Druck. „Ich war einfach zu passiv und bin nicht richtig ins Match gekommen“ sagte unsere Nummer fünf „für ihn war es scheinbar ein Vorteil, dass er direkt davor schon ein Einzel bestritten hatte“. Zur Halbzeit stand es damit 5:4 für uns. 

Uli hatte im Spitzeneinzel Rook zweieinhalb Sätze sicher im Griff und setze seinen Gegner immer wieder mit seiner Vorhand unter Druck. „Im dritten und vierten Satz hat er einige Bälle in den entscheidenden Phasen etwas unsauber getroffen, so dass diese für mich schwer zu spielen waren und er punkten konnte“ stellte Uli fest. Rook machte im fünften Satz fast gar keinen Fehler mehr und drehte es noch zu einem 11:7 Fünfsatzsieg aus seiner Sicht.

Am Nebentisch brauchte Sascha ebenfalls zwei Sätze um sich an das aggressive Spiel von Pätz zu gewöhnen. „Ich habe nach dem zweiten Satz die Taktik etwas umgestellt und dann lief es besser“ sagte der TTC-Kapitän, der einen erneuten 0:2 Satzrückstand diesmal noch erfolgreich umbiegen konnte. 

Die Partie von Jan gegen Ingo Lages fand dann mal wieder in der „Sonnenallee“ statt. Jan wollte sich zu Beginn noch eine Sonnenbrille organisieren, entschied sich dann aber doch  dazu, sich auf seine Intuition verlassen... frei nach dem Motto: Irgendwo hier müsste der Ball wohl aufspringen.

Vier Sätze lang dominierte immer der Spieler seinen Gegner, der sich die Sonne auf den Rücken scheinen ließ. Es ging also auch in dieser Begegnung in den Fünften, wo Jani den Turbo zündete und Ingo mit Tempo-Tischtennis zum 11:1 nicht mehr den Hauch einer Chance ließ.

Durch den bevorstehenden kampflosen Sieg von Fabian über Mai stand unser Gesamtsieg fest. In der Partie von Benni gegen seinen ehemaligen VfB-Vereinskameraden Rainer Apel ging es daher – von QTTR-Punkten mal abgesehen - nur noch darum, ob schließlich ein 9:5 oder 9:6 auf dem Spielformular stehen würde.

Beide lieferten sich ein offenes und hochklassiges Match bis in den fünften Satz hinein. Die TTC-Bank hatte sich inzwischen schon sehr dezimiert. Asche war auf der Familienfeier, Jani auf dem Fußballplatz und Uli widmete sich dem Ausräumen seines Kellers. Auch die einzigen TTC-Fans an diesem Tag, Mama und Papa Henke, hatten sich bereits auf dem Heimweg gemacht.

So feuerten nur noch Fabi und Sascha ihren Mannschaftskollegen – in alter Kreispokal-Manier – an,  und sahen, dass Benni  beim Stand von 9:9 im Entscheidungssatz plötzlich ein Eingebung hatte... ich spiele einfach mal zwei ganz andere Aufschläge als bisher. Apel war überrascht, verschlug beide Rückschläge und musste zum 11:9 gratulieren. „Auf die Mitte ist halt Verlass“ schmunzelte Benni. 

 

„Ölsburg hat uns alles abverlangt“ stellte Sascha im Anschluss fest „wenn der MTV komplett spielt wäre das heute wahrscheinlich ein ganz enges Ding geworden“.

 

Die letzten beiden Hinrunden-Spiel stehen am nächsten Wochenende an:

Samstag (29.11.) um 19 Uhr bei Acosta Braunschweig und Sonntag (30.11.) um 11 Uhr in Rosenthal gegen Othfresen. 

Das Ziel ist klar... ohne einen Minuspunkt die Herbstmeisterschaft einfahren!

TTC... Allez!!!